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ki-boom

KI hier, AI there, AI everywhere

Eine kritische Betrachtung des KI-Booms und ein paar AI-Tools, die ich selber verwende.

KI = künstliche Intelligenz, AI = artificial intelligence (also die englische Bezeichnung für das Selbe)

Pro Woche werde ich über gefühlt 50 neue KI-Anwendungen informiert. Leider habe ich gar nicht die Zeit, mir alle anzuschauen, aber eines ist jedenfalls klar: Das Thema boomt.

Nicht alle Tools sind hilfreich, vieles ist noch fehleranfällig, aber es geht jetzt ruck-zuck und in wenigen Jahren werden sich unsere Lebensumstände massiv verändert haben.

Das weckt Hoffnungen, wie z.B. im medizinischen Bereich, aber auch mehr oder weniger diffuse bzw. konkrete Ängste.

Zum Beispiel beim Thema Deepfakes, also gefälschten, aber täuschend echt wirkenden Medieninhalten. Wir können dem, was wir sehen und hören,  nicht mehr trauen, was Verunsicherung erzeugt. Als Anschauungsmaterial hier zum Beispiel der YouTube Kanal des  Deepfake Künstlers Snicklink.

Ich bin vom Widerstandsgeist und Erfindungsreichtum des Menschen überzeugt, vor allem, wenn es hart auf hart kommt. Andererseits ist vielen noch gar nicht klar, wie gravierend die Auswirkungen der digitalen Transformation sind. Sie betreffen alle Lebensbereiche, die industrielle Erzeugung, die Kreativbranche, den Unterricht, die Medizin, deinen Beruf, dein Privatleben … alles. Die meisten Berufsbilder werden sich verändern oder wegfallen, und nicht jeder kann oder will auf KI-Programmierer umschulen, wobei auch diese Tätigkeit wahrscheinlich irgendwann von KIs selbst übernommen wird.

Noch gibt es nur die Form der künstlichen Intelligenz, die auf spezielle Aufgaben oder Anwendungen beschränkt ist. Sie kann Aufgaben gut ausführen, für die sie entwickelt wurde, besitzt aber keine generelle Intelligenz, kein eigenes Bewusstsein. Ob oder wann sich eine selbstbewusste KI entwickeln kann/wird, steht in den Sternen, aber es besteht die Befürchtung, dass diese gefährlich für die Menschheit sein könnte. Vielleicht kommt sie nämlich zu dem Schluss, dass der Mensch das Virus der Erde ist …? (Siehe den Film „Matrix“.)

Manch einer mag vielleicht erwähnen, dass große Innovationen immer auch mit großen Befürchtungen einhergingen, wie z.B. die Aussage der Stummfilmproduzenten in den 1920er Jahren, dass Tonfilm wirtschaftlicher und geistiger Mord sei, oder die Befürchtung nach Erfindung des Autos, dass es zu großer Arbeitslosigkeit kommen würde, da logischerweise die Nachfrage nach Kutschern und Pferdepflegern drastisch sank.

Aber ich möchte das Thema noch etwas tiefer beleuchten.

Beispiel Musikproduktion: Wir gewöhnten uns mehrheitlich an Streaming, MP3, digitale Musikproduktion (die jeder ohne großen Aufwand daheim betreiben kann) und Ähnliches. Also viele Innovationen, die das Leben eines Musikers erleichtern … und doch scheint dabei etwas verloren zu gehen.

Deshalb gibt es heute digitale Plugins, die die Sättigungseffekte von analogen Bandmaschinen imitieren, steigt der Verkauf von Langspielplatten wieder, gibt es die Kritik, dass das reduzierte Audioformat MP3 das Klangspektrum massiv minimiert (um ca. 85%), was sich schleichend auf die menschliche Hörfähigkeit auswirkt usw.

Und wenn man den „heutigen Musikproduzenten“ vor ein richtiges Instrument setzt, ist es mit dem Zauber der perfekten Musikerzeugung oft schnell vorbei.

Industrienahrung versus „mit Liebe gekocht“
Moderne Architektur vs Gotik
Ratgeberliteratur vs Philosophie
Tinder vs Jakob und Rahel
Spaß vs Freude
Effizienz vs Effektivität

Scheint alles sehr zweckmäßig zu sein, heutzutage. Aber ist Zweckmäßigkeit nicht eigentlich etwas für schwierige Zeiten?

Kann es sein, dass wir verdummen?

Sich etwas hart zu erarbeiten, ist in unseren Breiten oft nicht mehr nötig. Das meiste ist für jeden sofort erreichbar, was natürlich bequem ist, aber auch überfordernd wirkt, durch die vielen Möglichkeiten.

Und es stellt sich auch die Frage: Was ist uns wirklich noch kostbar? Was würden wir opfern, worauf verzichten, um was zu erreichen?

Was ist mit dem Streben nach dem „Wahren, Guten und Schönen“?

Und so verflacht unser Dasein, die diffuse Ahnung um unsere Orientierungslosigkeit übertönen wir mit Aktivität, Ablenkung, Konsum und Hektik. Es besteht kaum eine Möglichkeit, sich daraus zu befreien, da wir uns als Gesellschaft scheinbar schleichend dekadent degenerieren. Übrigens, Yoga und Waldbaden, als westliche gesellschaftliche Zeitphänomene, sind für mich auch Symptome, nicht die Lösung. Eigentlich alles, was ein Hype ist.

Und was hat das alles mit KI zu tun? Die digitale Transformation baut dieser Entwicklung den Turbo ein. In 5 Jahren wird unsere Welt komplett anders aussehen. Wofür werden wir Menschen in Zukunft noch benötigt? Welche Tätigkeiten geben uns dann Struktur und ermöglichen ein sinnvolles Leben?

Auf die sinngemäße Frage, „Was machen wir zukünftig mit all den nutzlosen Menschen?“, antwortete der bekannte Historiker Yuval Noah Harari: „Halte sie mit Drogen und Computerspielen bei Laune.“ Hier das Video dazu.

Ich bin ein Freund von Innovation und ich bin auch ein Freund davon, Bewährtes (in diesem Fall Analoges), zu bewahren.

In diesen stürmischen Zeiten, in denen uns große Veränderungen bevorstehen, wird es wichtig sein, uns darauf zu besinnen, was uns Menschen ausmacht, was sich über Jahrhunderte bewährt hat, was aber auch weg kann.

Soweit my two-cents zur digitalen Transformation.

Das Bild oben ist übrigens auch von KI erstellt.

Und was sagt eigentlich ChatGPT dazu?

Probiere mal folgenden Prompt, z.B. bei ChatGPT (die kostenpflichtige Version 4 bringt übrigens bessere Ergebnisse):

Write a critical blog post on the topic of the AI boom from the perspective of an experienced AI author.

Start with up-to-date statistics on the use of AI tools.
Include a comparison of the advantages and disadvantages of the AI boom in table form.

Then elaborate on the critical view, especially with regard to
- the soullessness of AI texts
- the excessive demands placed on society by the new trend, especially in schools and universities
- the dumbing down of people by outsourcing creative thought processes to AI
- the loss of jobs in industry, but also in the creative sector

Add your own thoughts on this topic.

Close with a critical article about transhumanism.

Language: German
Length: about 1500 words
Format: use bullets, tables, paragraphs, charts etc.
Tone: professional and objective
Target group: persons interested in AI (amateurs)

Ein paar AI Tools, die ich öfters verwende:

ChatGPT (Version 3.5 ist kostenlos)
Textgenerator
https://openai.com

DeepL (kostenlos)
Sprachen übersetzen, Texte umformulieren, Rechtschreibkorrektur
https://www.deepl.com

Leonardo AI (regelmäßiges gratis Kontingent, etwas steilere Lernkurve)
Bildgenerator
https://leonardo.ai

Photobooth (einfach und kostenlos ohne Anmeldung)
Bildqualität verbessern
https://photobooth.online/de-de/bildqualitaet-verbessern

remove bg (kostenlos für geringere Fotogröße, ohne Anmeldung)
Foto Hintergrund entfernen
https://www.remove.bg/de

PIXELCUT (kostenlos)
Foto Hintergrund entfernen, vergrößern usw.
https://www.pixelcut.ai

Es gibt natürlich noch unendlich viele KI-Tools mehr, hier bei Interesse noch ein paar zum Ausprobieren:

SUNO AI (gratis Kontingent)
Musikerzeugung
https://app.suno.ai

Vocal Remover (kostenlos, ohne Anmeldung)
Gesang von Musik trennen, Karaokeversionen erstellen
https://vocalremover.org/de/

CapCut
kostenloser, umfangreicher Video-Editor
https://www.capcut.com/de-de

Playground AI (kostenloses tägliches Kontingent)
Bilder per Texteingabe erstellen und bearbeiten
https://playgroundai.com

Großer Fundus an AI-Tools:
FUTURE AI LAB

https://tools.futureailab.com

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